Prozess Radar

Gelegentlich kann die Arbeit am heimischen Computer oder dem Firmenrechner zu einer ziemlichen Mamutaufgabe werden. Nämlich immer dann, wenn Programme sich aus Sicht des Nutzers grundlos nicht mehr beenden oder verändern lassen, nicht mehr reagieren oder gar abstürzen. Diese Erfahrungen dürfte jeder Nutzer eines Computers schon einmal gemacht haben. Besonders frustrierend und ärgerlich wird es, wenn man diese Programme dann neu starten möchte, sie sich allerdings nicht mehr schließen wollen. Oft hilft dann nur ein manueller Neustart des ganzen Computers. Dann versuchen sie es mal mit dem vorinstallierten Prozess Radar des Taskmanagers von Windows.

Oder ein anderes Beispiel: Sie haben einen langsamen Rechner und möchten ihn zumindest ein wenig beschleunigen? Auch hier kann der Prozess Radar von Windows helfen. Dem Namen macht es alle Ehre, denn es bietet die Möglichkeit alle laufenden Programme des Computers anzeigen zu können. Zusätzlich ist sehr leicht zu finden und ein wahres Allzweckpaket. Öffnen lässt es sich leicht, indem sie den Namen in die Suchleiste im linken unteren Bereich eingeben.

Prozess Radar – Den Problemen Herr werden

Haben sie das Windowseigene Tool gestartet, finden sie sofort eine Liste mit den wichtigsten laufenden Programmen. Um diese Liste zu erweitern, können Sie im unteren Bereich des Fensters auf „mehr Details“ klicken. Dann erhalten Sie die Ansicht mit allen kleinen laufenden Programmen. Um nun das nicht mehr ordnungsgemäß laufende Programm zu schließen, suchen Sie den Namen des Programms in der Liste und machen einen Klick mit der rechten Maustaste auf dessen Namen. Damit zeigt Ihnen Windows alle mit dem Programm möglichen Optionen an. Mit „Task beenden“ haben sie die Möglichkeit das Programm manuell zu schließen. Zusätzlich haben Sie mit dem Radar die Möglichkeit alle aktiven Programme des Computers genauer unter die Lupe zu nehmen. Unnötig im Hintergrund laufende Programme lassen sich somit leicht wie zuvor beschrieben schließen. 

Überblick über die Ressourcen

Doch damit sind die Möglichkeiten dieses Programms noch nicht ausgeschöpft. Der Taskmanager bietet Ihnen zusätzlich die Option die Ressourcen, die das jeweilige Programm auf Ihrem Rechner in Anspruch nimmt, abzulesen und die Programme nach Ihrem jeweiligen Verbrauch dieser mit einem einfachen Klick auf den jeweiligen Reiter im oberen rechten Bereich des Fensters zu sortieren. Damit lässt sich leicht nachverfolgen, welches Programm auf dem Computer wie viel Leistung braucht und gegebenenfalls auch einige Prozent an Leistung mit dem Schließen des ein oder anderen nicht genutzten Programms herausholen. Um schnell einschätzen zu können wie viele Ressourcen das jeweilige Programm verbraucht, gibt Windows den Verbrauch zum einen in Prozent an und zum anderen in der jeweiligen Maßeinheit (so sind es beim Arbeitsspeicher Megabyte). 

Windows unterteilt den Verbrauch der Programme in vier unterschiedliche Kategorien: Prozessor (CPU), Arbeitsspeicher (RAM), Datenträger (also die Festplattenauslastung) und Netzwerk (also das Internet). 

Dadurch lässt sich bei alten und leistungsschwächeren Computern auch schnell feststellen woran es liegt, wenn der Computer die Programme nicht mehr händeln kann. Denn sollte eines der Bereiche im roten Bereich sein (Auslastungen über 90 Prozent) und die restlichen Bauelemente sind kaum bis gar nicht ausgelastet, handelt es sich um einen Flaschenhalts.

Überblick der Hintergrundprogramme

Doch damit ist die Palette an Möglichkeiten des Programms noch nicht ausgeschöpft. Das Auflisten aller auch kleinerer Hintergrundprogramme hat einen weiteren Vorteil: Sie können damit auslesen welche Programme überhaupt auf dem Computer installiert sind. Schließlich werden oft unerwünschte oder schlicht nicht benötigte Programme beim Software-Download mit heruntergeladen. Oft ist sich der Computernutzer dessen jedoch gar nicht bewusst und das Programm läuft im Hintergrund und verbraucht somit Speicherplatz, Prozessorleistung und Arbeitsspeicher. Durch diese ganzen Hintergrundprogramme wird der Rechner jedoch deutlich ausgebremst. Einen Blick wert sind auch die anderen Reiter des Taskmanagers. Dort lassen sich auch Programme aktivieren oder deaktivieren, die sofort beim Systemstart gestartet werden. Durch die Deaktivierung unnützer oder selten genutzter Programme lasst sich damit die Zeit für das Hochfahren eines Computers deutlich verkürzen.

Erfahrenen Nutzern von Windows bietet das Tool eine weitere nützliche Möglichkeit: Sie können systemfremde Prozesse wie Trojaner oder Würmer aufspüren. Dadurch erhöht sich sogar die Sicherheit von Windows.

Fazit

Mit dem bereits vorinstallierten Prozess Radar lassen sich viele Prozesse leicht überwachen und notfalls auch mit nur einem Mausklick beenden. Durch einige Einstellungen lassen sich auch langsamer werdende Computer ein wenig beschleunigen. Daher sollte sich jeder, der mehr als nur gelegentlich am Computer arbeitet mit dem Programm genauer auseinander setzen. Kaum ein anderes Programm bietet bei einer solch leichten Bedienbarkeit eine solche Fülle an Möglichkeiten. Auch erfahrene Windows Nutzer sollten ihren Computer mit dem Programm einmal genauer unter die Lupe nehmen. Denn es erhöht die Performance und Sicherheit ihres Windows-Rechners. Daher handelt es sich bei dem Radar von Windows um eine eher unbekannte Wunderwaffe.

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2 Kommentare

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